Dann war ich zusammen mit Maren bei Helga zum Demotreffen. Das war sehr schön, ein Wellnesstag sozusagen. Wir hatten dort sehr viel Spaß und ich habe viele neue Dinge gelernt und ich bin immer noch begeistert von der Kreativität der anderen Mädels. Ich habe mich sehr gefreut, Euch wiederzusehen bzw. Euch endlich kennenzulernen. An dieser Stelle auch noch einmal vielen, vielen Dank an Jenni für die Einladung und Helga für ihre tolle, liebevolle Gastfreundschaft.
Nach dem tollen Tag war ich voller Tatendrang und kreativer Ideen, denn ich musste noch für unseren Weihnachtsmarkt basteln. Ich hatte mir dort mit einem Stand angemeldet. Ich hatte 2 Tage Urlaub und wollte von morgens bis abends basteln und kreativ sein, aber wie das so ist, es wurde nicht wirklich was draus.
Ich weiß nicht, ob es die Nachwirkungen des Viruses waren, aber unsere Tochter hat uns an diesen 2 Tagen fast in den Wahnsinn getrieben und ich war mit den Nerven am Ende. Vielleicht liegt es auch daran, daß wir beide so stur sind bzw. sein können. Klar, 3 1/2 Jährige wollen ihre Grenzen testen und kennenlernen, dumm nur, wenn sie sie dann so gar nicht akzeptieren. Jedenfalls hat mich das für 3 Tage aus dem Verkehr gezogen und die kommende Woche war auch nicht so doll.
Ganz zu schweigen vom 06. Dezember, dem Weihnachtsmarkttag. Ich habe gebastelt, gestrickt, genäht und was war? Ich war bitterlich enttäuscht. Schon auf dem Weg zum Marktplatz traute ich meinen Augen kaum. Es war als TRÖDELMARKT ausgeschildert. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Am liebsten wäre ich wieder nach Hause gefahren. Ein guter Freund hatte dort auch das erste Mal einen Stand (er verkauft leckere Wurstspezialitäten, Käse und Wild - zu finden samstags in Mönchengladbach am Alten Markt vor Sinn - es lohnt sich!!!) und hat sich dasselbe gefragt. Was soll das? Aber er meinte, wir sollten das bestes draus machen. Blieb ja auch kaum was anderes übrig.
Ich stand zwischen einem Stand, an dem Äpfel verkauft wurden und einem mit Trödel. Unglaublich!
Besonders traurig fand ich, daß Leute zu mir kamen und meinten, daß mein Stand der einzig weihnachtliche wäre. Glaubt man das? Aber, ganz ehrlich, es waren vielleicht 5 Stände, die nett geschmückt und hergerichtet waren und auch weihnachtsmarktwürdige Dinge anboten, der Rest war Trödel. Es gab die erwähnten Äpfel, billige Kleidung, allerlei Krimskrams usw.
Ich habe das beste draus gemacht und wirklich sehr nette Gespräche geführt und auch ein paar Sachen verkauft. Aber ganz ehrlich, ob ich mich für das nächste Jahr noch einmal anmelde? Ich denke, eher nicht. Die Standgebühr, die ich gezahlt habe, erwähne ich besser nicht, sonst ärgere ich mich gleich wieder.
Der nette, junge Mann, der kassiert und für Ordnung gesorgt hat, meinte übrigens, die Schilder wären für die Händler, damit sie den Markt auch finden. (Dann hätte man sie ja, als dann alle da waren, auch wieder abnehmen können. Das ist nur leider nicht passiert und ich war nicht die Einzige, die sich gewundert und geärgert hat.)
Vor 15 Jahren war ich das erste Mal dort und ich habe mich noch mehr in den Ort verliebt als vorher (ganz zu schweigen von meinem Freund, mit dem ich seitdem zusammen bin). Wir haben uns dort immer gerne mit Freunden getroffen und dem Glühweinstand zu guten Umsätzen verholfen. *g*
Na, aber weiter. Ich war danach geschafft und habe mich die ganze nächste Woche nicht so recht bekrabbelt. Aber wie man so ist, man geht halt arbeiten. Sonst bleibt alles liegen (wo ich doch schon 2 Wochen nicht dagewesen bin) und in der Vorweihnachtszeit ist sowieso immer viel zu tun.
Seit dieser Woche nun geht es mir wieder besser. Ich freue mich auf Weihnachten und darauf, 2 Wochen Urlaub zu haben und Zeit mit meiner Tochter verbringen zu können. Wir werden uns schon zusammenraufen.
So, jetzt werde ich in mein Bett verschwinden, die lauten Rufe sind nicht mehr zu überhören.
Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles viertes Adventswochenende, vielleicht ja mit Schnee? (Bei uns ist es jedenfalls schon weiß.)
Liebe Grüße
Sabine
