saßen wir in der Kirchenandacht für die Kindergartenkinder der evangelischen Kirche. Mittlerweile eine liebgewordene Tradition.
Ich saß noch eine fünf Minuten in der Kirchenbank, hatte schon viele bekannte Gesichter entdeckt und es war wirklich voll, da merkte ich, wie mit einem Mal die ganze Anspannung von mir abfiel.
Ich war auf einmal ganz ruhig und fühlte mich gut aufgehoben. Ich gebe zu, ich gehe nicht oft in die Kirche, aber es ist jedes Mal wieder schön.
Der Ablauf der Andacht ist immer gleich, denn wie unser Pfarrer meinte, Kinder in dem Alter brauchen Rituale, an die sie sich erinnern können. Linda kannte sie natürlich auch und ich glaube, es ist soweit, dass wir nächstes Jahr die Andacht für die Grundschulkinder besuchen werden. Immerhin ist sie dann ja schon in der Schule.
Der Rest des Tages und Abends war sehr schön. Mit glänzenden Kinderaugen und glücklicher Familie. Das Essen war rundum gelungen - die Suppe einfach lecker, das Filet genau auf den Punkt - superzart, es zerging so auf der Zunge - und das Nachtisch einwandfrei. Das war der einfachste Teil, denn an Heiligabend gibt es für meinen Mann nur EINEN Nachtisch, nämlich Königsrolle von Langnese. Da kann ich sonst noch zaubern, was ich will, keine Chance. Also gab es gestern nur DIESEN Nachtisch und ich war fein raus.
Das Kind bekam das, was es sich gewünscht hatte und ich war auch glücklich, denn ich habe alles zusammengebaut. Mein Mann hat sich rausgehalten, Schlösser und Kirchen sind nicht sein, bei einer Carrerabahn wäre das schon anders gewesen. *grins*
Jetzt steht alles (ist gestern wirklich spät geworden), und das Kind ist heute morgen gleich ins Wohnzimmer zum spielen gestürmt, statt uns erst zu wecken. Himmlisch!
Alles richtig gemacht. ;)
Unsere Küche ist auch langsam wieder als solche zu erkennen (sooo multitasking bin ich dann doch noch nicht, dass ich parallel ein Schloss bauen und die Küche wieder in ihren Urzustand versetzen könnte) und die Waschmaschine auch repariert. Ich hatte noch geunkt, dass sie bei dem freistehenden Matschanzug des Kindes den Dienst versagt und so kam es dann tatsächlich...
War aber nur halb so schlimm.
In dem Zusammenhang habe ich einen klitzekleinen Weihnachtswunsch. Ich wünsche mir ein paar Elfen, die den Mount Everest an Bügelwäsche beiseitigen. Bitte, bitte, bitte....
Oh, schon so spät. Wir gehen jetzt gleich zu Schwiegereltern. Dort wird wieder lecker geschlemmt.
Ich wünsche Euch einen schönen 1. Weihnachtstag.
Sabine



